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Heike schlägt die Beine übereinander. Der
kleine Pfeil auf ihrem Bildschirm wandert über die Symbole, bleibt stehen
...Klick. Pete hatte ihr gestern eine Internetadresse gegeben und sie
gebeten diese heute Nachmittag auszuprobieren. Heike gibt die Adresse ein.
...contacted, waiting for reply... die Seite erscheint, Heike liest:
netchat, please enter your nickname: Heike überlegt kurz dann gibt sie
„ihr“ Wort ein: "Wisel", ihren Spitznamen, den Pete ihr gegeben hat,
bestätigt... waiting for reply... voila Sie blättert die Teilnehmer durch: "lover", "Ken" "Schotterblume", "Haselhörnchen"... irgendwie war sie heute an einer Frau mehr interessiert: Heike bewegt den Cursor zum Eingabefeld: „Wisel“: Hallo Haselhörnchen, wie geht es dir? Heike wartet. „Haselhörnchen“: Hallo Wisel, es geht mir gut und dir? Sie hat geantwortet, schon mal nicht schlecht denkt sie sich. „Wisel“: Ich bin noch im Büro, und warte auf Feierabend.. Wo bist du? „Haselhörnchen“: Zu Hause.. Heike wartet, sie überlegt was sie jetzt eingeben soll und beginnt zu schreiben: Bist du öfter hier... bevor sie die Frage abschicken kann, erscheint eine neue Meldung auf dem Bildschirm: „Haselhörnchen“: Was trägst du gerade? Das geht aber etwas schnell denkt sich Heike. Sie bewegt den Cursor zurück zum Eingabefeld und schreibt „Wisel“: Ganz schön forsch, meinst du nicht? „Haselhörnchen“: Ja mein Schatz. Nun, sagst du mir, was du gerade trägst? Heike fühlt sich ein bisschen überfahren von der Offenheit ihrer „Gesprächspartnerin“, aber trotzdem gefällt ihr die Herausforderung. „Wisel“: Ich trage einen grauen Rock, knielang, eine weiße Bluse schwarze Strümpfe und Pumps... Heike wartet... „Haselhörnchen“: und darunter? „Wisel“: einen Push-up-BH und einen weißen Slip. „Haselhörnchen“: Zieh Deinen Slip bitte aus... Heike war perplex. Die hat sie doch nicht mehr alle, dachte sie zuerst und wollte sich gerade schon aus dem Chat herausklicken. Aber trotzdem, aus unerfindlichen Gründen haftete ihr Blick dennoch weiter auf den Zeilen auf ihrem Bildschirm. Sie arbeitet nun schon seit fast zwei Jahren in der Firma. Mittlerweile als Angestellte in der Vertragsabteilung. Sie hatte sich gegen eine Allianz ihrer männlichen Kollegen behauptet, die sie erst ins Bett und schließlich zum Teufel wünschten. Heike hatte sich etabliert und fühlte soweit o.k. Se galt als eine Karrierefrau, die sich ihrer weiblichen Vorzüge sehr genau bewusst war, und diese auch gewinnbringend einsetzen konnte. Sexuelle Beziehungen zu Kollegen waren für Heike mittlerweile tabu, obwohl sie reichlich Gelegenheit dazu gehabt hätte. Seit sechs Monaten war sie mit Pete zusammen. Sie hatte ihn letztes Jahr über das firmeneigene Intranet kennen gelernt, Pete arbeitet in einer anderen Filiale, die sich mit der Entwicklung modernster Software beschäftigt. Heike war eigentlich bisher weniger an dieser Kommunikationsform interessiert. Pete hatte aber kürzlich einige Ideen gegeben... das gefiel ihr und seit etwa vier Wochen beschäftigte sie sich intensiver mit dem World Wide Web. Sie hatte festgestellt, dass viele schon viel stärker, als sie erwartet hätte im Internet präsent sind. Es galt also etwas nachzuholen. Heike war also in den letzten Tagen häufiger vor dem Computer zu finden und studierte die sinnigen, sinnlosen und manchmal auch sinnlichen Seiten des WWW. Faszinierend wie man sich im Internet kreuz und quer über den Globus klicken kann. Vor fünf Minuten langweilte sie sich noch mit Geschäftskorrespondenz und jetzt war sie im Begriff vor ihren Computer ihre Wäsche auszuziehen. „Haselhörnchen“: Hast du deinen Slip ausgezogen?... Heike war noch immer paralysiert. Irgendwie erregte die fordernde Frage der Fremden. Es war ihr unwohl sich das einzugestehen, aber es war auch spannend auf das Spiel einer wildfremden Person einzugehen. Sie entschied sich dafür, das Spiel mitzuspielen. Es war Freitagnachmittag und sie wartete eigentlich nur noch auf ein Fax eines Kollegen. Die meisten von ihnen waren bereits auf dem Weg ins Wochenende. Heike blickte durch die Glasscheibe nach draußen auf den Flur. Sie lehnte sich von ihrem Stuhl nach vorne und hob ihren Rock hoch. ... ihre Strümpfe endeten in einem feinen Spitzenband um ihre Schenkel. Heike griff unter ihren Rock und zog ihren Slip herunter. Sie setzte sich und streifte den Slip über ihre Pumps ab. „Wisel“: O.k. Ich habe ihn ausgezogen. Heike wartete ein bisschen gespannt, was nun folgt. Aber zu ihrer Enttäuschung passierte gar nichts. Nach etwa drei Minuten tippte sie: „Wisel“: Hey, bist du noch da? „Haselhörnchen“: Oh ja, ich war nur gerade beschäftigt. „Wisel“: womit? „Haselhörnchen“: Mit meiner Freundin. „Wisel“: Oh, du bist nicht allein... womit seid ihr denn beschäftigt? „Haselhörnchen“: Ich habe sie gefesselt... Heike lief ein warmer Schauer den Rücken herunter. Zu ihrer Überraschung steigerte sich ihre Erregung. Sie erinnerte sich an eine Bekanntschaft von früher, an... „Wisel“: Warum tust du das? „Haselhörnchen“: Wir spielen ein Spiel miteinander, und sie hat verloren... „Wisel“: Was für ein Spiel ist das? „Haselhörnchen“: Wer zuerst fünfzehn Angebote von Frauen hier im Chat bekommt gewinnt... Heike überlegt wie das gemeint war, und wollte diese Frage auch gerade eintippen. „Haselhörnchen“: Du warst meine fünfzehnte... „Wisel“: Was passiert jetzt mit ihr? „Haselhörnchen“: Sie hat ihre Freiheit verloren bis morgen früh. Ich kann nun mit ihr machen was ich will. „Wisel“: Was hast du mit ihr vor? Sie hat auch gechattet? Ist ihr Name auch hier vertreten? „Haselhörnchen“: Es ist Schotterblume. Schlage etwas vor. Ich werde es für dich tun.. Heike kam die Geschichte schon merkwürdig vor. Dennoch war sie so gebannt von der Konversation, dass sie das Geschehene um sich herum gar nicht mehr wahrnahm. „Wisel“: Hast du auch schon mal verloren? „Haselhörnchen“: Oh ja, wir spielen heute zum vierten Mal, ich habe gerade zum ersten Mal gewonnen... „Wisel“: Ah, die Zeit der Revanche? „Haselhörnchen“: Du sagst es, ich war in den letzten drei Tagen länger gefesselt als frei. „Wisel“: Euch scheint dieses Spiel Spaß zu bereiten? „Haselhörnchen“: Glaubst du nicht, dass es jemandem Spaß bereitet gefesselt zu sein? „Wisel“: Ich weiß nicht, vielleicht. Es kommt darauf an. „Haselhörnchen“: Worauf kommt es an? „Wisel“: Ich weiß es nicht... auf die Situation.. Auf das wie... bereitet es dir denn Spaß? „Haselhörnchen“: Jaaa |
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