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Schon mehrmals hatte Ricardo bei mir
angerufen und um gut Wetter gebettelt. Er wusste ganz genau, wie tief er
mich beleidigt hatte. Der Kerl hatte doch wirklich gesagt, als er mir
T-Shirt und Rock geraubt hatte: „Deine blöden Strumpfhosen sind so
richtige Liebestöter.“ Das mir! Es gab für mich kein sinnlicheres Bekleidungsstück als Nylonstrümpfe oder eben Nylonstrumpfhosen. Und wie konnten meine Strumpfhosen Liebestöter sein, wenn ich sie sogar auf den nackten Hüften trug. Ich konnte einfach nicht begreifen, was ihn störte, wenn meine Strumpfhose stramm auf den Beinen und auf dem Leib saß. War doch eine herrliche Einsicht zwischen den Schenkeln und kurz darüber. Nichts blieb den Männeraugen verborgen. Nach seinem letzten Anruf, bei dem ich auch wieder Unwohlsein vortäuschte, wollte ich endlich die Probe aufs Exempel. Ich zog mich vollkommen aus. Gleich kam ich nicht dazu, in die Strumpfhosen zu steigen. Für Pussy war es wohl ein Signal, dass ich mich mitten am Tage auszog. Sie hoffte und wurde auch nicht enttäuscht. Die Hand, die sanft über das Schamhaar fuhr, wurde zwischen den Beinen wie von einem Magnet angezogen. Ich hatte nichts dagegen. Immerhin waren seit Ricardos letztem Besuch schon vier Tage vergangen. Vier Tage für einen Sexverwöhnten Schoss, das ist schon beinahe unerträglich. Aus dem geruhsamen Spiel wurde nach kürzester Zeit ein richtiger Quickie. Ich war so kurz vor meinem Höhepunkt, dass ich mich gleich zweihändig bediente. Mit einer Hand spreizte ich das Tor zum Paradies und von der anderen schickte ich den Daumen tief hinein. Auf einem Bein kann man nicht stehen. So dachte wohl auch mein Unterleib. Der ziemlich unverschämte Dildo bekam eine Chance, der sich schon lange vernachlässigt fühlen musste. Seitdem ich mit Ricardo zusammen war, hatte ich den Latexkumpel nicht nötig gehabt. Ricardo war ein Mann, der eine Frau völlig zufrieden und restlos fertigmachen konnte. Ich blöde Kuh leistete nun freiwillig Verzicht, weil er diese Bemerkung vom Liebestöter gemacht hatte. Der Gedanke führte mich wieder zurück auf die Ursache, wieso ich am hellen Tage splitternackt im Sessel hockte. Entschlossen erhob ich mich, obwohl da unten etwas unwillig zu quietschen schien. Ich holte meine hübscheste Strumpfhose aus der Kommode und zog sie sehr sinnlich über die Füße. Mir war, als konnte ich gleich noch einmal kommen. Das feine Gewebe streichelte mich. So schön das Exemplar war, so süß die breite Spitzenkante und die eingearbeiteten Strumpfbänder, auf dem Bauch machte sie keinen besonders günstigen Eindruck. Viel zu hoch saß sie, wenn ich sie richtig straffte. Sofort ärgerte ich mich, dass Ricardo irgendwie Recht hatte. Meine Vorliebe für Strumpfhosen war wohl in der Vergangenheit vorwiegend sinnlich und weniger optisch gewesen. Mich hatte es schon immer wahnsinnig erregt, sie anzuziehen. Beim nächsten Telefonat mit Ricardo lenkte ich ein. Kaum hatte ich den kleinen Finger gereicht, nahm er die ganze Hand. Ich sah ihn förmlich am Telefon einen Luftsprung machen. „In zwanzig Minuten bin ich bei dir“, rief er. Schon war die Verbindung unterbrochen. Rasch entledigte ich mich meiner Klamotten und stieg in meine Strumpfhosen. Ein Schauer nach dem anderen lief mir über den Rücken. Es war wohl die doppelte Wirkung. Die Nylons stimulierten mich unheimlich und dazu kam die Vorfreude auf den Mann, auf diesen Traummann. Ich zog nur ein Negligee über die Schultern. Sollte er sich wundern. So hatte ich ihn noch nie empfangen. Aber ich hatte es mir nun mal in den Kopf gesetzt, dass er meine Strumpfhosen akzeptieren sollte. Als er endlich vor mir stand, hatte ich nichts mehr im Kopf, als ihm mit brennenden Küssen die Luft zu nehmen, ihn in meine Arme zu schließen und so vielleicht ein wenig Abbitte für meine Kratzbürstigkeit zu leisten. Ricardo war spürbar noch aufgekratzter als ich. Während er mich küsste, löste er den Gürtel meines Negligees und ließ es von den Schultern gleiten. Ich merkte, wie es ihn anmachte, dass ihm meine nackten Brüste entgegensprangen. Wie ein Ertrinkender an einen Strohhalm, so klammerte er sich an meine beide Schmucken und saugte sich auch gleich darauf abwechselnd an den Nippeln fest. Ich war sofort dahin, warf meinen Kopf in den Nacken und brummte zufrieden. „Mach das nie wieder“, lispelte er, während er an meinen Warzen knabberte, „lass mich nie wieder so lange zappeln.“ Als er mich lang auf mein Bett ausstreckte, fürchtete ich, dass die Strumpfhosen für ihn wie eine Provokation wirken mussten. Ich bereute nun, dass ich meinen Spleen durchsetzen wollte. Mit beiden Händen griff ich in meinen Schoß. Ein zweites Mal musste ich zerren. Endlich gab das feine Gespinst nach. Einen weiten Riss machte ich und rief in einer Mischung von Lockung und Sarkasmus: „Findest du immer noch, dass es Liebestöter sind?“ Ricardo wusste wohl nicht gleich, wie er meinen Ausbruch werten sollte. Zweifelnd schaute er mich an. Sofort hatte er das richtige Rezept. Er nahm meine Schenkel weit auseinander und verkroch sich dazwischen. Ich hätte ausrasten können. Höchste Zeit war es und wundervoll. „Oh ja“, knurrte ich zufrieden, „bitte ein Stückchen höher.“ Gleich darauf wollte ich seine streichelnde Zunge mal weiter nach rechts und mal mehr nach links. „Bitte, bitte, gib mir deinen Daumen dazu“, jammerte ich in unbeschreiblichem Aufruhr. Sicher wunderte sich der Mann noch einmal. Zum ersten Mal rief ich ihm so deutlich meine Wünsche zu. Bislang hatte ich immer nur sehnsüchtig darauf gehofft, dass er gerade das mit mir tat, wonach mir war. Es wurde eine wundervolle Nacht. Wir waren weit nach Mitternacht beide so geschafft, dass es gar keine Diskussion darüber gab, ob ich ihn mitten in der Nacht noch nach Hause schickte. Ich war selig, dass ich mit dem Kopf auf seiner Schulter einschlafen durfte. Die Hände hatten wir gegenseitig an und zwischen unseren Schenkeln. Von diesem Tage an gewöhnte ich mir die Strumpfhosen ab. Ich trug entweder süße Strapsstrümpfe oder halterlose. Das ganz besondere Spiel mit den Nylons hatte ich verfeinert, nachdem ich eine geile Kurzgeschichte gelesen hatte. Für ganz gewisse Stunden mit mir allein hatte ich immer ein paar Nylons im Kühlschrank. Wenn mir danach war und ich wusste, dass Ricardo mich bestimmt nicht besuchen konnte, machte ich mir das unbeschreibliche Vergnügen, die tief gekühlten Strümpfe über die Beine zu streifen. Dabei war mir immer, als stieg das Wahnsinnsgefühl von den Knöcheln aufwärts bis tief in den Leib. Hatte ich beide Beine angezogen, lag ich meist erst mal für Minuten auf dem Bett und verfolgte neugierig, wie sich in meinem Bauch ein Ameisenvolk zu versammeln schien. So gut mir die Stunden und Nächte mir Ricardo bekamen; ich brauchte ganz einfach diese Stunden mit mir allein. Der Mann würde niemals Verständnis für meine Lust auf Nylon haben. Und diese Lust kostete ich gründlich aus, wenn ich sehr viel Ruhe hatte. So, wie die Kühle der Nylons nachließ, sorgte ich mit streichelnden Händen für neue Aufregung. Mit dem Kopfkissen zwischen den Beinen, auf dem am vergangenen Tag noch Ricardo gelegen hatte, wiegte ich mich lüstern in den Hüften und walkte mit beiden Händen begierig meine Brüste. Ich war beim dritten Orgasmus froh, dass ich allein im Haus war. Mein Aufschrei hallte bestimmt bis in den Keller. |
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