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 Telefonzelle (1-3)

    

Sie wollte gerade das Büro verlassen. Der Computer war abgeschaltet, die
Schreibtischlampe gelöscht und sie hatte ihren Mantel schon in der Hand. Es
klopfte. "Jetzt noch?" murmelte sie verärgert vor sich hin. Aber sie konnte ja
schwer einfach durch die wand verschwinden. Sie mußte an dem späten
Klienten vorbei. Also: Lächeln aufsetzen, Mantel weglegen, Tür öffnen. Vor ihr
stand ein junger Mann mit gelb-blauer uniform und einem kleinen Paket in der
Hand. "Frau Steiner?" - "Jaaa...?!" - "Dieses Päckchen wurde Express
aufgegeben. Würden Sie bitte hier quittieren." Sie war einigermaßen verwirrt.
Wer schickte ihr Expresspost ins Büro? Noch dazu so knapp vor Feierabend?
Der Bote hielt ihr freundlich lächelnd ein Notepad und einen Kugelschreiber
entgegen. "Hier bitte". Sie nahm den Stift und schmierte ihre Paraphe in die
Zeile, in der bereits ihr Name und die Aufgabenummer standen. "Vielen Dank
und auf Wiedersehen!", sprachs und bog auch schon ums Eck zum Lift. Etwas
perplex stand sie in der Tür und wog das Päckchen in der Hand. Es hatte fast
kein Gewicht. Sie betrachtete es kurz, fand aber keinen Hinweis auf den
Absender. Jetzt war sie neugierig, schloß die Tür wieder hinter sich und riß das
Papier auf. Zum vorschein kam eine kleine schachtel mit Transparentem
Deckel, die zwei gelbe, ca 4 cm große Kugeln enthielt. "Was zum...". Weiter
kamen ihre Gedanken nicht. "Fun factory. Silicon Liebeskugeln" stand auf der
Packung. Und nun entdeckte sie auch den kleinen rosa Zettel, der beim
aufreißen des Papiers zu Boden gefallen war. Sie hob ihn auf und erkannte
sofort die Schrift von Doro. Ein verschmitztes Lächeln huschte über ihr Gesicht.
Was mochte dieser verrückte Kerl schon wieder mit ihr vor haben? "Steck dir die
Kugeln bitte gleich in deine wundervolle Muschi. Dann zieh dich an und verlaß
das Büro. In der Straßenbahn ließt du die Innenseite dieser Nachricht." Sie
untersuchte den Zettel und entdeckte, daß er gefaltet und mit einem Tixostreifen
an der Längsseite verklebt war. "Doro, do Lustmolch", murmelte sie in gespielter
Empörung. Er wollte also, daß sie schon ordentlich erregt war, wenn sie zu ihm
kam. Sollte er haben! Sie drehte vorsichtshalber den Schlüssel der Bürotür um,
damit niemand sie überraschen konnte und zog sich ihr Wollkostüm bis über die
hüften hoch. Es war recht kalt an diesem Tag, darum hatte sie eine
Strumpfhose angezogen und so mußte sie sich jetzt doch etwas bemühen. Die
Situation allein erregte Sie bereits ein wenig. Sie zog ihre Pumps aus und schob
sich die Strumpfhose bis an die knöchel hinunter, um sie von einem Fuß ganz
abzustreifen. Unwillkürlich rieb sie sich über den Stoff ihres Höschens und
genoß das Kribbeln, das draufhin ihren Körper durchzog. Dann zog sie auch
das Höschen halb aus und setzte den jetzt nackten Fuß auf einen Stuhl. Sie war
jetzt schon erregt genug, um an Ort und Stelle über ihren Doro herzufallen,
wenn er in gereifbarer Nähe gewesen wäre. Aber so... Etwas unsicher nahm sie
die Kugeln aus ihrer Schachtel und betrachtet sie kurz. Dann nahm sie die eine
und befeuchtete sie mit der Zunge, um sie anschließend unter leisem
Aufstöhnen in ihrer Grotte zu versenken. Plötzlich hörte sie Schritte am Gang
und verharrte kurz regungslos. Hatte sie die Tür abgeschlossen? Wenn jetzt
jemand vom Reinigungspersonal hereinkäme? Die hatten ja alle Schlüssel! Aber
die Stritte verklangen. Deutlich hörbar atmete sie ihre Anspannung aus. Glück
gehabt! Schnell schob sie die zweite Kugel, die einige Sekunden unter ihrer
Möse gebaumelt hatte nach und schob die beiden kalten Eindringlinge ein Stück
in ihrer Grotte. Das Gefühl war seltsam erregend. Doch so richtig klar, warum
diese Dinger Lustkugeln hiessen wurde ihr erst, als sie sich bewegte. Das
vibrieren der Kugeln, als sie ihren Fuß vom Stuhl nahm jagte einen Schauer der
Erregung durch ihren Körper und ließ sie unvermeidbar aufstöhnen. Wie sollte
sie mit diesen Dingern in ihrer Muschi nach hause kommen, ohne durch
lustvolles Stöhnen jedem Menschen zu verraten, was in ihr vorging? Sie wollte
die beiden Kugeln schon wieder entfernen. Aber Doro... er konnte sehr
jähzornig werden, wenn eines seiner Liebesspiele aufgrund ihres
Wiederstandes nicht funktionierte. Und so erregt, wie sie jetzt schon war, wollte
sie sich diesen Mann heute um keinen Preis entgehen lassen. Vorsichtig zog sie
Slip und Strumpfhose wieder an und schob ihr Kleid zurecht. Die ersten paar
Schritte, die sie nun versuchte ließen ihr beinahe die Knie schwach werden.
"Reiß dich zusammen!" schalt sie sich selber. "Du wirst doch nicht vor zwei so
lächerlichen Kugeln kapitulieren." Sie wußte ja, wie leicht sie erregbar war, seit
sie Doro kannte und er ihre Lust entfacht hatte. Aber ihre prüde Erziehung
steckte auch noch in ihr. Sie nahm alle ihre Willenskraft zusammen, um nicht
gleich von einem wilden Orgasmus geschüttelt zu werden und schritt aus der
Tür. Der Weg zum Lift war der Reinste Eiertanz und im Fahrstuhl stimulierte sie
die Vibration der Rollen und Seile zusätzlich. TEIL 2 Als sie unten angekommen
aus dem Fahrstuhl trat hatte sie sich an das Rollen und Vibrieren in ihrem
Innern leidlich gewoehnt, sodaß sie einigermaßen natürlich gehen konnte.
Dennoch hatte sie das Gefühl jeder Mensch, dem sie auf der hell beleuchteten
Straße begegnete könne ihre Erregung sehen. Am liebsten wäre sie vor Scham
im Boden versunken, als sie ein junger Mann an der Straßenbahnhaltestelle
freundlich anlächelte. Zum Glück kam ihre Straßenbahn gerade und sie konnte
einsteigen und sich setzen. Nun nahm sie den Zettel wieder zur Hand und riß
das Tixoband mit ihrem Fingernagel auf. Was sie da las ließ sie Schlimmes
befürchten. "Fahr eine Station weiter, als üblich und geh den schmalen Parkweg
zwischen den Neubauten durch. Vor meinem Haus ist eine kleine Wiese und an
deren Rand eine Telephonzelle. Geh in diese Zelle und warte. Ich werde dich
sehen und dort anrufen. Und noch eine Warnung: Wenn du nicht mitmachst
werde ich dich verlassen." "Oh Gott!", dachte sie. So scharfe Geschütze hatte
Doro noch nie aufgefahren. Zwar hatte er sie schon einige Male dazu gebracht
über ihre Grenzen zu gehen, aber sowas. Was hatte er mit ihr vor? In den drei
Monaten, seit sie ihn kennen gelernt hatte, hatte sie, die Sozialarbeiterin, der
keine Abartigkeiten ihrer Klienten fremd waren, gelernt, zu welchen Orgien der
Lust ihr eigener Körper fähig war. Doro hatte sie zum erblühen gebracht, hatte
immer wieder Dinge von ihr gefordert, die sie vorher nicht für möglich gehalten
hätte. Und ihr Körper hatte es ihm gedankt. Noch nie in ihrem Leben war sie so
befriedigt worden. Nun zermarterte sie sich das Hirn, was an diesem
Novemberabend wohl noch passieren sollte. Die größte Angst hatte sie jedoch
davor, daß er seine Drohung, sie zu verlassen ernst meinte. Sie war sich sicher:
er meinte es ernst. Er würde sie verlassen, wenn sie nun nicht mitspielte. Nie,
niemals würde sie das verkraften. Doro war der Mann ihres Lebens. Ihn und
keinen anderen wollte sie. Sie faßte den Entschluß, daß egal, was er von ihr
verlangen würde, sie es tun wollte. Mitlerweile hatte sich ihre Muschi schon an
die Liebeskugeln gewöhnt und verströmte eine gleichmäßiges wohliges Ziehen,
wie sie es von Doros ausdauernden Ritten kannte, bei denen er sie manchmal
über eine Stunde an der unteren Schwelle eines Orgasmus halten konnte nur
um sie dannach mit ein paar kräftigen Stößen explodieren zu lassen. 28 Die
Bewegung der Straßenbahn ließ die Kugeln in ihrem Inneren leicht rollen und
erzeugte so eine sanfte aber stetige Stimulation. Sie mußte schon ziemlich
feucht sein, denn ein leichter Luftzug, der von der Tür her unter ihr Kleid fuhr
erzeugte eine intensive Kühle an ihrer Scham. Diese Dinger waren wirklich
Teufelswerk für sie. Diese Mischung aus Erregung und Schamgefühl, die sie in
ihr hervorriefen beschäftigte ihre Gedanken so sehr, daß sie beinahe die
Haltestelle versäumt hätte. Als sie realisierte, daß sie am Ziel angekommen war
konnte sie sich gerade noch aus der Tür drängen bevor diese wieder schloß.
Nun stand sie an der Haltestelle und mußte sich erst einmal wieder beruhigen,
da durch die schnelle Bewegung auch in ihrer Grotte einiges in Bewegung
geraten war. "Oh Doro, was machst du mit mir?" Fast hätte sie diese Worte laut
herausgeschrien, aber ihre Selbstkontrolle war stärker gewesen. Sie orientierte
sich kurz und sah den Parkweg, den sie entlang gehen sollte vor sich liegen.
Der Park war nur spärlich beleuchtet und jetzt, an diesem Novemberabend nicht
sehr belebt. Ein paar Pärchen schnappten noch kurz Luft, bevor sie sich in ihren
warmen Wohnungen ihrer Lust hingeben wollten, einige Spaziergänger mit
Hunden waren unterwegs und als sie sich der bezeichneten Wiese näherte
wurde sie einiger Jugendlicher gewahr, die lautstark mit Skateboards und
Rollerblades eine Halfpipe und andere dort aufgestellte Geräte befuhren. Die
Telefonzelle, die Doro ihr genannt hatte war schwer zu sehen. Es war eine
dieser neu aufgestellten, die nur aus glas zu bestehen scheinen und erst
beleuchtet werden, wenn man sie betritt. Darum mußte sie ein wenig suchen,
bis sie zufällig fast darangestoßen wäre. Der Weg durch den Park war nicht lang
gewesen und die herrschende Kälte hatte ihre Lust etwas gedämpft, sodaß sie
jetzt, als sie die Zelle betrat erst wieder an die Kugeln in ihrem Innern erinnert
wurde. Sie fröstelte ein wenig und mußte sich unwillkürlich umsehen, ob jemand
ihr Betreten der Telephonzelle wahrgenommen hatte. Da sie jedoch jetzt im
erleuchteten Inneren der Zelle stand und es draussen, abgesehen von den
Straßenlaternen, finster war konnte sie nicht viel erkennen. Sie fühlte sich
unwohl. Hoffentlich würde Doro sie bald sehen und die Nummer der Zelle
wählen. Während sie wartete versuchete sie zu erkennen, hinter welchem
Fenster des gegenüberliegenden Hauses Doros Wohnung lag. Doch von den
erleuchteten Fenstern, die sie erkennen konnte war es bestimmt keines. Er
mußte also im Dunkeln auf sie gewartet haben, um ihr Eintreffen nicht zu
versäumen. Sie hatte sich eine Weile nicht bewegt und so ging das, von einem
Infrarotauge gesteuerte Licht wieder aus. Sie erschrak. "Was....?" Aber ihr
Zusammenzucken hatte das Licht auch schon wieder aktiviert. Die Erkenntnis
über den Zusammenhang zwischen ihrer Bewegung und dem Angehen des
Lichts brauchte ein paar Sekunden, um sich in ihr Bewußtsein vorzuarbeiten.
Aber es beruhigte sie sichtlich, das zu wissen. Sie lehnte sich an die Glaswand
der Zelle und stellte sich darauf ein, daß Doro sie ein wenig zappeln lassen
wollte. Das Spiel fing an ihr zu gefallen. Sie mußte sich eingestehen, daß sie
nun nur noch erregt und neugierig war, was ihm für diesen Abend eingefallen
war. Das Klingeln des Telephons direkt neben ihr riß sie aus ihren Phantasien.
Plötzlich war sie wieder nervös und ängstlich. Nach dem zweiten Klingeln hatte
sie sich wieder so weit unter Kontrolle, daß sie den Hörer abnehmen konnte.
"Doro?" Ihre Stimme zitterte etwas. "Ja, mein Schatz!" lachte er ins Telephon,
"Wie geht es dir?" TEIL 3 "Mir ist kalt.", antwortete sie, mehr um das zittern in
ihrer Stimme zu erklären, als der Wahrheit entsprechend. Tatsächlich war ihr
sehr warm geworden, als sie seine wohltuende Stimme gehört hatte, und
trotzdem war sie etwas unsicher. Sie war nur wenige Meter von seinem Haus
entfernt und sprach trotzdem am Telephon mit ihm. Die Absurdität dieser
Situation wurde ihr mit einem Schlag bewußt. Was sollte das eigentlich? Die
Antwort sollte sie sofort erhalten. "Du wunderst dich sicher, daß ich dich nicht
gleich zu mir kommen lasse. Aber sag jetzt nichts. Ich möchte, daß du nur
sprichst, wenn ich dich etwas frage. Wirst du das können?" Die Frage war
berechtigt. Sie liebte es ständig vor sich hin zu reden. Oft war ihr garnicht 30
bewußt, daß sie schon wieder sprach und so mußte sie sich eingestehen, daß
ihr das sicher schwer fallen würde. Sie zögerte ein bisschen und meinte dann:
"Ich denke schon." - "Gut. Wie fühlt sich deine Muschi an? Ist sie schon sehr
feucht geworden von meinem kleinen Präsent?" Sie wollte gerade zu einem
langen Monolog über die Unverfrorenheit ansetzen, ihr ein solches Ding ins
Büro zu senden und, daß sie sich vorgekommen war wie die letzte Hure, als sie,
Schauer der Erregung unterdrückend, durch die Stadt gegangen und gefahren
war, als er ihr schon die erste Silbe abschnitt. "Bitte sag nur ja oder nein. Nichts
weiter." - "Ja", hauchte sie verlegen ins Telephon. Sie konnte sich immer noch
nicht erklären, warum sie hier untern in der Kälte stand, während er oben in
seiner warmen Wohnung saß und sie sicherlich mit einem Fernglas beobachtet.
Der einzige Grund, den sie sich denken konnte war, daß er sie solange
hinhalten wollte, bis sie ihn anflehen würde, sie doch endlich hinaufzulassen
und am liebsten gleich an der Tür zu ficken, was das Zeug hält. Ja, sie hatte
dieses Wort von ihm gelernt. "Ficken" Nie zuvor hatte sie auch nur daran
gedacht dieses Wort in den Mund zu nehmen. Jetzt kam es ihr schon sehr
flüssig über die Lippen "Fick mich!" Sie konnte es sagen, und sie liebte es, wenn
er es ihr daraufhin so richtig besorgte. Doro war ein Stier. Sie liebte ihn dafür.
"Also gut.", dachte sie, eine Weile würde sie das Spiel ja mitspielen. Aber nicht
zu lang, denn die Feuchte zwischen ihren Schenkeln begann nun ernsthaft kalt
zu werden. "Wird es schon kalt?" Doro fragte das, als ob er sich nach dem
Wetter erkundigen würde. "Ja, langsam spüre ich die Kälte hier draußen." -
"Nicht draußen, mein Liebes. Ich möchte wissen, ob der Feuchte Fleck
zwischen deinen Schenkeln kalt wird." Konnte dieser Mann Gedanken lesen?
Nein, er mußte sich nur ausrechen, wie lange sie hier schon herumstand und
was fuer ein Kleid sie an hatte. Ja, es wurde ihr kalt. Und das sagte sie ihm nun
auch mit nachdruck, um ihn dazu zu bewegen, sein Spiel zu beschleunigen.
Doch zu ihrem entsetzen hatte er eine völlig andere Idee. Mit einem Tonfall, als
handle es sich um die größte Selbstverständlichkeit meinte er: "Wenn dir die
nasse Hose kalt wird, dann zieh sie doch einfach aus." "WIE BITTE?" Sie schrie
es beinahe in den Hörer, so aufgebracht war sie von dieser Unverfrorenheit.
Doch im selben Augenblick änderte sich auch Doros Stimme. Streng, beinahe
befehlend erinnerte er sie an den Zettel und daran, daß sie versprochen hatte
nur zu antworten, wenn er sie etwas fragen würde. Er ließ sie nicht zu Wort
kommen und wiederholte seinen Vorschlag nun als Befehl. Was sollte das
werden? Sie zitterte nun vor Entrüstung. Was erwartete dieser Kerl von ihr?
Daß sie sich hier, im Freien, in einer beleuchteten Telephonzelle, die noch dazu
fast nur aus Glas bestand ihre Strumpfhose auszog. Und womöglich auch noch
ihren Slip! Es waren noch zahlreiche Menschen unterwegs, die sie leicht dabei
hätten beobachten können. Sie wollte gerade ansetzen ihm das alles an den
Kopf zu werfen, doch da erinnerte sie sich an den Zettel und an ihren Vorsatz,
den sie in der Straßenbahn gefaßt hatte. Sie zögerte eine Weile. "Sieh mal
meine Liebste", tönte Doros Stimme nun wieder sanfter aus dem Apparat, "ich
möchte doch nicht, daß du dich mit dem nassen Zeug erkältest. Und du mußt
noch ein bischen warten, bis ich dich ins warme lassen kann. Also zieh sie
schon aus. Häng einstweilen den Hörer ein. Ich ruf dich wieder an, wenn du
fertig bist. "klick!" Die elektrische Stille der Leitung klang in ihrem Ohr. Sie
wußte, sie würde es tun. Aber zuvor hatte sie noch einen Kampf auszufechten.
Einen Kampf gegen ihre Erziehung, ihre Scham und ihre Empörung. Als sie
einige Minuten beinahe regungslos dastand fühlte sie wieder die Kälte an ihrem
Geschlecht hochkriechen. Dieser Eindruck ließ sie handeln. Als sie sich
umblickte, ob Menschen nahe genug wären, sie zu sehen ging das längst
wieder vergessene Licht an und machte ihr wieder bewußt, wie sichtbar sie war.
Doch nun hatte sie den Entschluß gefaßt. Vorsichtig ging sie in die Knie, hob
ihren Mantel und mit ihm gleich auch das Kleid hoch bis sie die Daumen am
Bund ihrer Strumpfhose einhaken konnte. Vorsichtig, mit so wenig Bewegung,
wie sie konnte schob sie die Strumpfhose, den Slip gleich mitnehmend,
hinunter, bis sie schnell und geschickt heraus- und gleich wieder in ihre pumps
hineinsteigen konnte. Schnell steckte sie die beiden Stücke in eine
Manteltasche und atmete auf. Hoffentlich hatte sie niemand außer Doro bei
dieser peinlichen Aktion beobachtet. Sofort klingelte wieder das Telephon. "Sehr
elegant, muß ich sagen." Sie konnte Doros strahlendes Grinsen beinahe hören.
"Aber jetzt möchte ich auch wissen, ob du mir nicht nur ein Theater vorgespielt
hast. Bitte zeig mir die Strümpfe und das Höschen."
                   
                   
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